Landesvertretung der Beamtinnen/ Beamten und Angestellten in Forst und Naturschutz in Hessen


Aktuell

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
so geht neoliberale Wirtschaftspolitik …

In Hessen muss jetzt auf Anordnung des Bundeskartellamtes eine neue Form der Holzvermarktung für den Betreuungswald über 100 ha Größe entwickelt werden. Es war schon länger absehbar, dass Veränderungen auf uns zukommen würden. Die Landesregierung hat versucht, durch die Umstellung der Beförsterungskostenberechnung diese Entwicklung zu vermeiden. Das Bundeskartellamt hat dies durchaus zur Kenntnis genommen; es reicht aber nicht aus, um der Vorstellung des Bundeskartellamtes zu genügen. Dieses möchte erreichen, dass durch eine größere Anzahl an Holz-Anbietern ein „vielfältigerer Markt“ sich entwickelt.
Wir bekommen jetzt vorgeführt, wie gnadenlos über alle Belange von Betroffenen hinweg gegangen wird, nur um dem Dogma der neoliberalen Wirtschaftspolitik zu genügen. Diesmal sind sowohl öffentliche als auch private Waldbesitzerinnen und –besitzer als auch Beschäftigten der deutschen Forstverwaltungen die Leidtragenden. Uns geht es jetzt so, wie vielen Entwicklungsländern schon seit langem: die Belange der Bevölkerung und die Beschlüsse ihrer demokratisch gewählten Regierungen interessieren gar nicht mehr, wenn es um die „Freiheit des Marktes“ geht. Das Gemeinwohl zählt nicht mehr…
Es ist erschütternd, mit welcher Selbstverständlichkeit erwartet wird, dass die Ansagen des Bundeskartellamtes umgesetzt werden müssen! Wer hinterfragt noch, ob dies wirklich im Sinne der Bevölkerung ist? Warum können sich auf der Holzkäuferseite weltweit agierende Konzerne immer weiter aufblasen ohne dass es zu einem Aufschrei der Kartellwächter kommt? Wie konnte es dazu kommen, dass der ominöse „Markt“ bestimmt, wie wir unsere Arbeit im Wald organisieren?
Da wir diese fragwürdigen Rahmenbedingungen momentan nicht ändern können, bleibt uns als IG B.A.U. nur, die Belange der betroffenen Beschäftigten immer wieder in den Vordergrund zu stellen. Wir sind im Landesforstausschuss mit drei (von sechzehn) Mitgliedern vertreten. Der Landesforstausschuss, als Beratungsgremium der Landesregierung, wird sich bis Ende 2017 auf eine Lösung einigen müssen, die möglichst schnell und ohne großen Organisationsaufwand umgesetzt werden kann. Da im nächsten Jahr Landtagswahlen anstehen, wird die Regierung mit Sicherheit kein Interesse daran haben, sich vorher noch irgendwelche umfassenden Umstrukturierungen im Forstbereich vorzunehmen.

Altersdiskriminierende Besoldung; Entschädigungsansprüche der Beamtinnen, Beamten

Altersdiskriminierende Besoldung; Entschädigungsansprüche der Beamtinnen, Beamten, Richterinnen und Richter im Land Hessen

Info 02 / 2017 der Landesvertretung Forst Hessen

Die neue Info 02/ 2017 der Landesvertretung Forst Hessen

IG BAU begrüßt Sicherung der
Forstwirtschaft aus Profihand

Die Forstgewerkschaft IG BAU begrüßt die vom Bundestag
am vergangenen Donnerstag (für die Red.: 15. Dezember 2016) beschlossene
Änderung des Bundeswaldgesetzes. Durch die Novelle wird
klargestellt, dass bestimmte Dienstleistungen der Forstämter nicht dem Kartellrecht
unterliegen. „Wir begrüßen, dass nunmehr für die Forstämter und
ihre Beschäftigten Rechtssicherheit hergestellt ist. Die Fachkräfte garantieren
durch ihre kompetente und qualitativ hochwertige Arbeit die umweltgerechte,
nachhaltige Pflege der Wälder in Deutschland“, sagte der Stellvertretende
IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Der Wald ist zu wichtig,
um ihn allein wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu unterwerfen. Deshalb ist
es richtig, dass das Gesetz nun die Aspekte des Gemeinwohls angemessen
berücksichtigt und die forstlichen Dienstleistungen wie Holzernte, Waldbau
und Holzauszeichnen vom Kartellrecht ausnimmt.“
Hintergrund der Änderung des Bundeswaldgesetzes war eine Kartellbeschwerde
gegen das Land Baden-Württemberg. Diese hatte die Arbeit öffentlicher
Forstverwaltungen und -betriebe für Kommunen und private
Waldbesitzer zum Gegenstand. In der Folge des Verfahrens war eine Zerschlagung
der etablierten Forststrukturen in ganz Deutschland befürchtet
worden. Dies hätte zu einer rein ökonomisch geprägten Bewirtschaftung
geführt. Mit der gesetzlichen Klarstellung ist sichergestellt, dass die Forstämter
weiterhin für private Waldbesitzer und Kommunen tätig werden dürfen.
Sie garantiert so ein breites Angebot an Forstdienstleistungen, da neben
den öffentlichen auch private Anbieter von den Waldbesitzern beauftragt
werden können.

Waldzertifizierung für alle!


Das waldreiche Bundesland Hessen will zum Vorreiter für nachhaltige
Waldbewirtschaftung werden. Die Zertifizierung von Wäldern nach dem derzeit
anspruchsvollsten freiwilligen Zertifikat soll ausgeweitet werden. 80 Prozent
ihrer Aufwendungen für eine FSC-Zertifizierung, können sich private und
kommunale Waldbesitzer aus Hessen vom Land zurückholen. Die
Antragsvoraussetzungen sind dabei denkbar einfach.

Landeskonferenz 2016 Wem dient der Wald?

Landeskonferenz der Landesvertretung der Beamtinnen/Beamten und Angestellten in Forst und Naturschutz in der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
>>> Unterlagen und Präsentationen <<<
 Ideenwettbewerb zum nachhaltigen Konsum #weilwirweiterdenken

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